Neben den eigentlichen Flügen besteht meine Aufgabe in der Kontrolle der Flugzeuge und Landebahnen. Manchmal bleibt an den Zielorten Zeit zum Verkauf von Bibeln, Traktaten oder Bibel-Comics für die, die nicht lesen können.
Wie geht es mir, wenn ich zurückblicke? Zunächst einmal RICHTIG gut! Ich merke immer wieder, daß ich hier am richtigen Platz bin, auf den ich so viele Jahre hingearbeitet habe. Auch wenn ich meine vielen Freunde in Deutschland trotz E-Mails und Skype vermisse, empfinde ich dies als meine neue Heimat, wo ich hingehöre.
Trotzdem gibt es natürlich auch hier - oder gerade hier - Widrigkeiten im Alltag, mit denen man kämpfen muß. Dazu gehört neben den dienstlichen Dingen auch die Gestaltung des persönlichen geistlichen Lebens, das oft zu kurz kommt. Es wird meist eine andere Sprache gesprochen, der Gottesdienst-Stil liegt mir nicht so und schließlich gibt es immer noch so viel zu tun. So tut es mir immer mal wieder gut, eine deutsche Predigt der Friedenskirche aus dem Internet anzuhören.
Wenn ich überlege, daß ich nach einem Umzug innerhalb Deutschlands manchmal Jahre gebraucht habe, um mich richtig einzuleben, wundert es mich nicht, daß auch hier viel Zeit nötig ist, bis der Alltag ein solcher ist. Aber egal, ob Alltag oder nicht, Langeweile ist hier noch weniger anzutreffen als in Deutschland, auch wenn es sehr von einem selbst abhängt, etwas zu unternehmen, denn das Angebot ist nicht gerade reichhaltig.
Mein Anliegen ist, mehr und persönlicheren Kontakt zu Einheimischen zu bekommen, die Sprache besser zu lernen, mit meiner Arbeit einen Unterschied für die Bevölkerung zu machen und so auch ganz praktisch Jesus zu den Leuten zu tragen. Ich freue mich auf die nächsten Monate und hoffentlich noch Jahre hier in Tansania, so der HERR will!
(Aero)Gero