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Ev. Freikirchliche Gemeinde

Braunschweiger Friedenskirche

 

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38118 Braunschweig

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Interview mit Dr. Heinrich Christian Rust

Dr. Heinrich Christian Rust

Das folgende Interview zwischen dem FKA (heute "Die Zeitung") und unserem Pastor Dr. Heinrich Christian Rust stammt vom September 2003:

 

Die Zeitung: Seit über einem Monat seid ihr nun in Braunschweig. Bestimmt wurden euch in dieser Zeit schon viele Fragen von interessierten Gemeindebesucher oder auch Nachbarn gestellt. Für unsere Gemeindezeitung möchte ich mich da anschließen. Erlaube mir vorab die Frage, wie du in der Gemeinde am liebsten angesprochen werden möchtest. Dein voller Name ist Dr. Heinrich Christian Rust, viele nennen dich aber einfach Heiner.

 

HCR: Gerne können mich alle Heiner nennen. Das hat sich so eingebürgert. Ich höre aber auch auf die Namen: Christian, Bruder Rust, HCR, Heinrich Christian oder auch auf meinen vollen Namen. Hauptsache ist, dass ich weiß, ich bin gemeint.

 

Die Zeitung: Heiner, wir freuen uns, dass du als weiterer Pastor in der Friedenskirche deinen Dienst aufgenommen hast. Und wir freuen uns, dass diese Entscheidung so rasch nach dem Weggang von Axel und Mareike Klaus gefallen ist. Wie hast du aus deiner Sicht die eher unübliche Berufungsgeschichte erlebt?

 

HCR: Nachdem uns im Herbst vergangenen Jahres klar geworden war, dass wir wieder in den Gemeindedienst gehen sollten, haben sich zunächst verhältnismäßig viele Gemeinden gemeldet, die uns gerne berufen hätten. Zunächst waren wir dann mit einer anderen norddeutschen Gemeinde in ein intensiveres Gespräch gegangen. Diese Berufung ist aber dann aus unterschiedlichen Gesichtspunkten nicht weiterverfolgt worden. Dann habe ich selber einmal in der Stille vor Gott überlegt, in welche Bundesgemeinde ich wirklich gerne gehen würde. Dabei kam ich auf die Friedenskirche in Braunschweig. – Im Gebet brachte ich diesen Gedanken zu Gott, mit der Bitte, dass er eine Tür nach Braunschweig auftun sollte, wenn es seinem Willen entspräche. Nach etwa zwanzig Minuten kam ein erster Anruf aus Braunschweig, ob wir für einen Dienst dort offen seien. – Offensichtlich hat hier der Heilige Geist Gedanken zusammengefügt. Die weiteren Gespräche vertieften auch in uns die Gewissheit, dass unser zukünftiger Platz in der Friedenskirche sein sollte. Um so dankbarer waren wir dann für das eindeutige Berufungsvotum der Gemeinde im März und die herzliche Aufnahme.

 

Die Zeitung: In den letzten Jahren warst du als Referent der Heimatmission in sehr vielen Gemeinden unseres Bundes unterwegs. Was zog dich zurück in den Gemeindedienst?

 

HCR: Es ist sicher gut, wenn man einen so umfangreichen überregionalen Dienst nur für eine begrenzte Zeit tut. Ich habe mir immer gewünscht, wieder in den Gemeindedienst zurückzugehen.

 

Die Zeitung: Während du jahrelang kleine und neue Gemeinden unterstützt und mitaufgebaut hast, kommst du in Braunschweig in eine eher große Gemeinde mit bewährten Strukturen, mit vorgegebenen Zielen – und mit einem erfahrenen Berufskollegen, der diese in nahezu zwei Jahrzehnten geprägt hat. Was reizt dich an dieser Situation?

 

HCR: Ich habe ja bereits dreizehn Jahre in Hannover in einer sehr großen Gemeinde mit mehreren Kollegen zusammengearbeitet. Die Zusammenarbeit mit mehreren hauptamtlichen Mitarbeitern in einer großen Gemeinde entspricht auch meinen Vorstellungen von Gemeindearbeit. Eine größere Gemeinde in einer größeren Stadt hat auch größere Aufgaben und Möglichkeiten.

 

Die Zeitung: Sicherlich hast du mit Pastor Walter Rollko bereits über die Verteilung der Aufgaben in eurem Dienst gesprochen. Was sind deine geistlichen Gaben und wo siehst du deine Arbeitsschwerpunkte in der Gemeinde?

 

HCR: Natürlich haben wir hier und da schon die Aufgabenfelder etwas zugeordnet. Manches wird sich aber erst im Miteinander zeigen. Sehr gerne nehme ich gemeinsam mit anderen die Aufgaben der geistlichen Leitung wahr; ich predige gerne und möchte auch die Begabung zur Lehre in der Gemeinde verstärkt einbringen. Die seelsorgerliche und pastorale Betreuung der Gemeinde werden wir uns teilen. Ich möchte gerne ein Pastor für die ganze Gemeinde sein, das heißt auch, für Jung und Alt.

 

Die Zeitung: Hast du darüber hinaus eine Vision für Braunschweig, wo siehst du deine Aufgaben in unserer Stadt?

 

HCR: Eine klare Beantwortung dieser Frage ist mir gegenwärtig noch nicht möglich. Es braucht doch eine Zeit, bis ich die Situation in Braunschweig besser wahrnehmen kann. Ich verstehe unsere Gemeinde als ein Teil des Leibes Christi in dieser wunderschönen Stadt. Deshalb liegt mir auch sehr daran, dass die Zusammenarbeit mit anderen Kirchen und Gemeinden in der Stadt gefördert wird. Dafür möchte ich mich einsetzen. Darüberhinaus wünsche ich mir, dass wir als Friedenskirche noch klarer erkennen, was es bedeutet: Der Stadt Bestes zu suchen.

 

Die Zeitung: In der Vergangenheit warst du neben deinem Dienst in der Heimatmission auch in anderen Bereichen sehr engagiert, Stichworte: Geistliche Gemeindeerneuerung, Promise Keepers, Aufatmen. Wirst du diese übergemeindlichen Aktivitäten nun aufgeben?

 

HCR: Ja, in Absprache mit der Gemeindeleitung werde ich einige überregionale Aufgaben wahrnehmen. Dazu gehört auch die Leitung der „Geistlichen Gemeindeerneuerung im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland” sowie Referententätigkeiten bei innerkirchlichen und überkonfessionellen Konferenzen und Tagungen und meine Mitarbeit im Redaktionsteam einiger christlicher Magazine. Meine Auslandseinsätze werde ich in den nächsten Jahren jedoch erheblich zurückschrauben. In erster Linie bin ich Pastor in der Friedenskirche.

 

Die Zeitung: Bleibt denn da noch Zeit für die Familie oder für Hobbies?

 

HCR: Mit der Zeit ist das so eine Sache; es ist wohl mehr eine Frage der Zeiteinteilung. Ich wünsche mir, dass ich gemeinsam mit Christiane etwas Sport treiben kann und dass auch noch Zeit für die Musik und für das Lesen übrig bleibt. Da unsere drei Kinder bereits im Studium in anderen Städten sind, haben wir familiär etwas mehr Freiraum. Wir freuen uns aber, dass unsere Eltern nicht weit von uns wohnen und wir sie sicher auch des Öfteren einmal besuchen können. Und nicht zu vergessen: Wir haben ja einen kleinen Hund und der bringt uns täglich zu kurzen Spaziergängen.

 

Die Zeitung: Hat deine Frau Christiane schon ein neues Wirkungsfeld gefunden?

 

HCR: Christiane ist Musikpädagogin und hat in Bad Homburg sehr viele Aktivitäten gehabt (Leitung von mehreren Chören; Dienste an Musikschulen und Privatmusikunterricht sowie Gesangsauftritte). Zunächst wird sie voraussichtlich bei einigen Musikschulen in Braunschweig und Umgebung Unterricht erteilen und bei Bedarf auch Privatunterricht geben. Alles weitere wird sich sicher später ergeben. Wir haben ja doch eine Menge von neuen Aufgaben, die wir auch gemeinsam wahrnehmen möchten.

 

Die Zeitung: Wir wünschen euch beiden ein rasches Einleben im Spatzenstieg 1, in der Gemeinde und in der Stadt Braunschweig. Wir freuen uns darauf zu erleben, wie Gott unter uns durch euch und mit euch wirken wird.

 

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Mein Leben in Stichworten

  • geboren am 9. August 1953 in Bückeburg/ Niedersachsen
  • seit 1977 verheiratet mit Christiane (Diplom-Musikpädagogin)
  • Kinder: Julia (1981), Martin (1983), Eva-Maria (1984)

Ausbildung

  • 1974: Abitur
  • 1974–1979: Studium am theologischen Seminar Universität Hamburg
  • 1985–1992: Studium Theol. Faculteit in Leuven/Belgien
  • 1992: Promotion „Das Heil der Kinder. Religiöse Erziehung im deutschen Baptismus”

Berufliche Stationen

  • 1979–1983: Landesjugendpastor in Niedersachsen
  • 1983–1996: Pastor in Hannover
  • 1996–2003: Referent für missionarischen Gemeindeaufbau
  • seit August 2003: Pastor der Braunschweiger Friedenskirche

Ehrenämter

  • 1985–1996: Mitglied der Bundesleitung im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden
  • 1985–1995: Leiter des Arbeitskreises „Gemeinde und Charisma”
  • 1996–2003: Vorsitz „Arbeitsgemeinschaft der Evangeliumschristen-Baptisten” in Deutschland
  • 1996–1999: Vorsitz „Promise Keepers” in Deutschland
  • seit 1996: Sprecher des Kreises Charismatischer Leiter in Deutschland
  • seit 1997: Leitungskreis der Lausanner Bewegung in Deutschland
  • seit 2003: Vorsitz „Geistliche Gemeindeerneuerung im BEFG”
  • seit 1996: Mitarbeit im Redaktionsteam der Zeitschriften „Aufatmen” und „Neues Leben”

Hobbies

  • Musik
  • Trendforschung
  • Sport

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