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Ev. Freikirchliche Gemeinde

Braunschweiger Friedenskirche

 

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Persönliche Berichte

Zeugnis von seinem Glauben zu geben ist ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens. Jeder hat seine eigene Geschichte mit Gott, jeder hat andere Erfahrungen gemacht und ist einen eigenen Weg ins neue Leben gegangen. Hier lesen Sie persönliche Berichte unserer Gemeindemitglieder, die Zeugins ablegen.

 

Hier können Sie selbst einen Bericht erstellen.

 


Anzeige: 1 - 4 von 4.

Christiane

Klingspoerners(at)web.de

 
11.07.2007 14:50
Lebens-Zeugnis Christiane Klingsporn v. 08.07.07

Mein Name ist Christiane Klingsporn und ich bin seit 15 Jahren in der Gemeinde.

Ich komme aus einer Familie, in der niemand eine persönliche Beziehung zu Gott hat. Trotzdem habe ich als Kind immer schon gebetet. Ich habe jeden Abend im Bett zu Gott gesprochen, Ihm gedankt und Ihm von meinen Sorgen erzählt. Das habe ich allerdings ganz alleine für mich gemacht und auch niemandem davon erzählt. Als ich 15 Jahre alt war, lernte ich andere Christen in meiner Heimatstadt kennen. Das waren Menschen, die ähnlich geglaubt haben, wie ich und auch persönlich zu Jesus gebetet haben. Für mich war das eine ziemliche Überraschung. Da habe ich erfahren, dass wenn ich ganz zu Jesus gehören will, ich Ihm mein Leben geben muss. Das habe ich dann auch gemacht.

Das nächste Jahr ging es dann so hin und her. Mal habe ich mich fest zu Jesus gehalten, dann waren wieder andere Sachen wichtiger. Und dann hatte ich einen schlimmen Unfall. Mein Fuß war kaputt und wollte nicht heilen. Ich habe drei Monate im Bett zugebracht und in der Zeit viel gebetet. Als der Fuß dann endlich heil war, sagte der Arzt wortwörtlich: “Das ist ein Wunder, das hätte gar nicht heilen können.“ Ich habe gemerkt, dass es ohne Gott gar nicht geht.

Trotz dieser so guten Erfahrung hat es immer wieder Zeiten gegeben, in denen ich mich mehr um andere Dinge gekümmert habe, als um Gott und den Dienst für Ihn. So manches war verlockend, sah gut aus und hat mich eine ganze Weile beschäftigt. Aber Jesus hat mich nicht losgelassen und mir immer wieder gezeigt, wohin ich wirklich gehöre.

In meiner Familie war Leistung ganz wichtig. Man musste gut sein in der Schule und etwas vorweisen können. Was ich gemacht habe, war nicht gut genug, hat nie gereicht. Ich hatte immer ein Gefühl von Minderwertigkeit. Aber Gott sagt, dass er mich geschaffen hat, genauso, wie ich bin, und dass Er mich nicht trotzdem liebt, sondern gerade weil ich so bin wie ich bin.

Zwei Dinge finde ich schwierig in der Nachfolge Jesu:

1) Wirkliches Vertrauen zu Jesus zu haben. Man sagt immer so: „Vertraue Jesus“. Aber in Situationen, in denen es wirklich brenzlig wird, in Krankheitszeiten und Ängsten, sich da ganz auf Jesus zu verlassen fällt mir schwer. Früher habe ich Gott als strengen Lehrer gesehen, der böse ist und mir viel Not und Arbeit aufhalst. Die Sachen, die mir Spaß machen, nimmt er mir weg. Aber so ist Gott gar nicht. Gott hat mich so lieb, dass er mir gute Dinge gibt und meine Nöte lindert. Er tut manche Wunder, nur damit ich es schön habe.

2) Die zweite Schwierigkeit ist, meinen Herrn an die erste Stelle zu stellen. Und zwar nicht nur eine kurze Zeit, sondern viele Jahre.

Bei diesen beiden Problemen hilft mir ein Vers aus Jes. 43: Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Wenn mir das Vertrauen zu Gott fehlt und ich Angst habe, sagt Gott in diesem Vers zu mir: „Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst.“ Und wenn ich andere Sachen im Kopf habe, sagt er mir: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ Selbst, wenn ich woanders hinschaue, ich gehöre zu Gott!!

Christiane Klingsporn

Sarah

Sarah.Overmeyer(at)gmx.de

 
29.05.2007 14:44
„Gott kann jeden gebrauchen um diese Welt zu verändern!?“

„ Gott kann aus jedem einen ' historymaker ' machen!“

„ In den Schwachen ist Gott stark.“


Wie oft habe ich Sätze wie diese gehört und damit die großen Missionare in Afrika verbunden. Doch gilt das auch für mich?!

Ich, Sarah Overmeyer, absolvierte letztes Jahr mein Abitur, bin 20 Jahre alt und versuche mein Leben als Christin irgendwie zu meistern.
Aufgewachsen bin ich in einem christlichen Elternhaus und von Klein auf besuchte ich die Gottesdienste und Kindergruppen der Braunschweiger Friedenskirche.

Mit 11 Jahren nahm ich bewusst Jesus Christus als meinen Herrn an und lebte ganz zufrieden in meinem Kinderglauben. Nach einer kurzen Glaubenskrise im Teenageralter entwickelte ich dann ein ganz neues Interesse, Gott umfassender kennen zu lernen und bezeugte dies dann mit meiner Taufe Silvester 2003.

Zurückblickend würde ich mein Glaubensleben als sehr ' konstant ' beschreiben, mit leichten Tiefs, aber leider auch nur schwachen ' Höhepunkten '.

Durch Bibellesen, Predigten und Glaubensgrundkurse habe ich viel über Gott kennen gelernt und auch persönliche Führungen erlebt, doch ich wollte mehr - mehr von dem was ich im Kopf wusste sollte ins Herz rutschen.

Anfang der 12. Klasse traf ich die Entscheidung ganze Sache mit Gott zu machen, vor allem in der Schule. Ich betete, dass Gott mich gebraucht und er mir zeigt, wie SEIN Plan für mein Leben aussieht. 2006 beendete ich mein Abitur und stand nun vor der Frage:
"Wie sieht mein nächster Schritt aus?"
Schon seit einigen Jahren fühlte ich mich zu der Missionsarbeit hingezogen, konnte mir aber nicht vorstellen, ohne Vorbereitung bzw. Schulung, zu beginnen. So begann ich intensiv zu beten, mich über Missionsgesellschaften zu informieren und stiess Anfang 2006 auf eine mir bis dahin völlig unbekannte Jüngerschaftsschule, die sogenannte DTS ( Diciple Training School / Jüngerschaftsschule) von Jugend mit einer Mission.( JMEM/YWEM)

Der Grundsatz dieser Schule lautet: Gott kennen und ihn bekannt machen.
' Eine DTS ist mehr als eine Schule. Sie ist die Möglichkeit für dich, 6 Monate Deines Lebens zu investieren um dich ganz auf Jesus zu konzentrieren. Dein Kopf wird nicht nur mit Wissen gefüllt, sondern Dein Herz mit Glaube, den du sehr praktisch erleben kannst. Gott wird dir begegnen (...) Er wird dich verändern und die Träume Gottes werden deine Träume werden (...) '
(Textauszug www.jmem.de)


Das sprach mich sehr an, war genau das was ich gesucht hatte und so bewarb ich mich, erhielt eine Zusage und fuhr freudig, gespannt und mit dem sicheren Gefühl ' ich tue das Richtige ' im September, nach Herrnhut.
Da ich mit dem übernatürlichen Wirken Gottes noch nicht so vertraut war und meine Erfahrungen mit Zeichen und Wundern noch sehr begrenzt waren, meldete sich auch die Stimme der Vernunft, welche sagte: " Greife nicht zu hoch, halt den ' Glaubensball ' flach, es gibt auch geistliches hochpuschen, wie ich es von Camps kenne. Was würde mich wohl wirklich erwarten? Und konnte ich mich so einlassen, wie ich es mir wünschte?!

So war ich eine von 68 Studenten, die aus 20 verschiedenen Nationen, im alten Wasserschloss von Herrnhut zusammen trafen, alle aus dem gleichen Grund:
Einen Unterschied mit ihrem Leben zu machen und die Beziehung zu Gott zu vertiefen. Sie wollen Gott zum Mittelpunkt ihres Lebens werden lassen und durch fundierten, doch mutigen, einsatzbereiten Glauben, ganz praktisch, die noch nicht von dem Evangelium Erreichten aufsuchen.

In der dreimonatigen Lehrphase unterrichteten wochenweise erfahrene Lehrer aus dem In-und Ausland. In dieser Zeit erfuhr ich die befreiende und verändernde Wahrheit und Kraft des Wortes Gottes in vielen Bereichen meines Lebens, sehr persönlich. Echte, ehrliche Begeisterung für Gott und sein Handeln an uns Menschen breitete sich zunehmend in mir aus. Mein Vertrauen zu Gott vertiefte sich und die Bibel faszinierte mich. Diese Botschaft und DEN der dahinter steht, musste in der ganzen Welt bekannt werden und ich durfte demnächst, in einem Land davon zum Sprachrohr werden.

So begann jeder Schüler nach acht Wochen um sein missionarisches Einsatzland zu beten, denn für drei Monate würden Teams in das 10/40 Fenster ausgesandt werden, dass heißt die Länder dieser Welt, in denen die Not am größten ist.
Als die neun verschiedenen Einsatzländer vorgestellt wurden, sprach mich Indien sehr an und ich hatte auch den Eindruck, mit dieser Entscheidung in Gottes Willen zu sein. Dort lag der Hauptfokus auf Kinderarbeit - genau meiner Zielgruppe.
Unsere Entscheidung mussten wir bei der Leitung, zu einem vereinbarten Termin, schriftlich, kurz begründet und somit verbindlich abgeben. Ich sah mich demzufolge in Indien... Doch ich hatte nicht mit Gottes Planänderung gerechnet und es wurde spannend. In der Nacht hatte ich folgenden Traum :

Ich bekam einen Brief von der Schulleitung mit der Nachricht, nicht in Indien sei mein Platz, sondern Gott habe eine andere Herausforderung für mich und will mich nach China senden. Darüber war ich zutiefst erschrocken, denn China stand auf meiner Länderrangliste auf dem letzten Platz und so reagierte ich mit heftigem Weinen und einem klaren inneren “ NEIN !!“

Am nächsten Morgen versuchte ich diesen unliebsamen Traum zu verdrängen, doch wenig später kam meine Leiterin auf mich zu, um die Auswahl meines Landes noch mal begründet zu hören.
Etwas zögerlich und unsicher sprach ich von Indien und versuchte das überzeugend zu begründen, doch noch während dieses Gespräches schaltete sich der Traum wieder ein, ' sprach ' zu mir und aller Frieden und Freude nach Indien zu gehen, verschwanden augenblicklich. Das war doch wirklich seltsam.
So zog ich mich zurück und prüfte betend meine Entscheidung nochmals durch, erhielt aber keine weitere klare Antwort und so betete ich noch mit Freunden.
Noch immer konnte ich mich nicht mit meiner Einsatzlandänderung anfreunden, doch als eine Mitarbeiterin nach meiner Traumschilderung sagte: " Mensch Sarah, willste es denn noch schriftlich? Das ist doch so eindeutig von Gott ! " , begann ich zu begreifen (...)
Sie hatte ja so recht. In meinem Geist wußte ich, dass dieser Traum keine Eigenproduktion, sondern tatsächlich Gottes Reden war. Hatte ich nicht schon oft um Zeichen gebetet und nun erlebte ich Eines und anstatt, ' Ja ' zu sagen, war ich noch immer unsicher und fragte nach einem weiteren und noch einem und noch einem (...) ! Nein, das wollte ich nicht wieder machen, so sagt ich JA zu China und kaum eingewilligt, beschenkte Gott mein Vertrauen mit Freude und Frieden.

So starteten wir Anfang Januar und eines unserer größten Sorgen waren die Finanzen und Visa. Doch auch hier erlebten wir Gottes Timing, denn einen Tag vor unserer Abfahrt, erhielten wir das letzte Visum. Nach langer, anstrengender Reise erreichten wir China- 12 junge Menschen aus fünf verschiedenen Ländern, die aus sich selbst nicht viel bewegen konnten, aber bereit waren, sich von Gott in wunderbarer Weise gebrauchen zu lassen. Was mir dabei so klar wurde: Gott erwartet kein tolles Programm von uns, gute Sprecher o.ä, sondern ER wirkt durch uns, wir müssen nur bereit sein, zu gehen.

Die ersten vier Wochen verstrichen schnell und ebenso unser Budget, sowie die Aufenthaltsgenehmigungen, die nur 30 Tage Gültigkeit besaßen.
Die Hoffnung auf ein 2. Visum wurde uns schon in Deutschland bei der Ausländerbehörde genommen um vorzubeugen, dass naive Touristen wie wir es beispielsweise seien, nicht völlig in China verloren gehen und kostenaufwendig gesucht werden müssen. Nicht sehr ermutigend, aber wir fuhren trotzdem los und wieder einmal bedeutete dies, wir können es selber nicht regeln, aber Gott!

Nach einem Monat war unser Visa abgelaufen und dies bedeutete für eine Verlängerung derselben nach Hong Kong zu fahren, was eine sehr teure Fahrt fahrt war und unsere letzten Reserven aufbrauchen würde. Selbst wenn wir, entgegen der Beamtenaussage die Visa erhielten, hätten wir überhaupt kein Geld mehr für die kommenden sechs Wochen. Eine nicht ganz leichte Entscheidung, aber wir hielten tapfer fest, Gottes Botschafter zu sein. Was erlebten wir? erfreut hielten wir ein 60 Tage Visa in Händen. Gott sei Dank. Parallel fingen wir an, intensiver für Geld zu beten.

In einer dieser Gebetszeiten schenkte mir Gott ein Bild. Ich sah wie jemand Geldbündel in die Hand nahm, sie sorgfältig aufrollte und anschliessend in den Wind warf. Ich fragte Gott nach der Bedeutung dieses Bildes und er sagte mir, dass er uns das erbetene, fehlende Geld auf sehr ungewöhnliche Weise zukommen lassen will. Ich teilte diesen Eindruck meiner Gruppe mit und am nächsten Tag fuhren wir von Hong Kong nach Nanning zurück.

Zwei Tage darauf, kauften wir, wie an jedem Morgen, Brot bei einem Bäcker für unser Frühstück. Noch sehr verschlafen fanden wir uns zusammen um unser altvertrautes, nicht sehr spannendes Frühstück einzunehmen. Doch dieser Morgen war ANDERS. Ein Teammitglied brach sich ein Stück vom Brot ab und schrie laut : "Da ist Geld im Brot!!" Mein erster Gedanke, ja da ist dem Bäcker wahrscheinlich ein Cent reingfallen ... doch nicht lange konnte ich darüber nachdenken, denn schon war das Geschreie im Raum seeehr laut. Nicht ein Cent war in diesem Brot, sondern das ganze Brot war randvoll gefüllt mit aufgerollten Geldscheinen, aufgerollt, wie ich es zuvor in dem Bild gesehen hatte und ungewöhnlich? - keine Frage. Insgesamt 10.000 Yuan, umgerechnet 1000 Euro. Unser Herz jubelte und unser Verstand hatte Mühe es zu fassen. Nach diesem Wunder war der Geldfluss auf unser Konto überwältigend, so dass wir noch Restgeld an die stationierten Missionare verteilten konnten.

Doch nicht nur mit Geld versorgte uns Gott auf so wunderbare Weise, sondern er führte uns auch in den Kontakten zu einheimischen Christen. So konnten wir für sie beten und sie ermutigen, im Glauben dran und treu zu bleiben.
Ein wunderbares Erlebnis hatten wir in der großen Stadt Hainan, wo wir keine Missionare oder Gemeinde kannten zur Zusammenarbeit, ja nicht einmal wussten ob es hier überhaupt Christen gab. Doch wir hatten ja schon gelernt, Gott zu vertrauen und waren gespannt was wir hier erleben durften.
Am nächsten Abend besuchten wir mit ein paar chinessichen Jugendlichen, die wir tagsüber kennen gelernt hatten, ein Café. Ein 15-jähriger schüchternder Junge begann in schwachem englisch ein Gespräch mit mir und einer der ersten Sätze, die er mir sagte, war: Ich wollte Dir sagen, dass ich Christ bin. Ich war total erfreut, denn genau dafür hatten wir konkret gebetet. Er teilte weiterhin mit, dass er und seine Familie keinen Kontakt zu Christen in der ganzen großen Stadt hatten, sie vielleicht die Einzigen seien.


Ich danke Gott so sehr für diese Zeit und bin gespannt was Gott in der Zukunft mit mir vor hat. Eines ist mir klar geworden, Christ sein bedeutet mehr als einmal in der Woche zum Gottesdienst zu gehen und sich durch moralische oder ethische Ansichten von anderen Leuten zu unterscheiden. Mit Jesus zu leben bedeutet ein spannendes, aufregendes Leben, welches einen selbst glücklich macht und Gott Ehre gibt, ja er wirkt und lebt seine Pläne durch uns aus.

Mit diesem letzten Wunder beende ich meinen kleinen Missionsbericht.
Gott ist der Herr über Leben und Tod, dass erlebten wir in dramatischer Weise bei einem jungen Mann aus unserem Team.
Tags zuvor teilte uns Damaris, ein Teammitglied, ihren Traum mit: Sie sah einen Jungen aus unserer Gruppe, zitternd und blass auf dem Bett liegen. Wir nahmen diesen Traum ernst und beteten für den Betroffenen. In der darauf folgenden Nacht geschah das Schreckliche, dieser Junge war Diabetiker und erlitt in dieser Nacht einen sogenannten Zuckerschock. Hier ist Soforthilfe erforderlich, entweder Insulin spritzen oder Zucker zuführen, sonst kann der Betroffene ein paar Minuten später in ein Koma fallen, was sogar den Tod zur Folge haben kann. Einige aus dem Team bekamen den Anfall mit und da sich medizinisch keiner auskannte, begannen sie zu beten. Der Junge war unterdessen schon ins Koma gefallen und nicht mehr ansprechbar. Die Gebete waren heftig und leidenschaftlich. Das Mädchen, welcher Gott den Traum gegeben hatte, betete in Zungen und schrie laut den Namen Jesus. In genau diesem Augenblick kam der Ohnmächtige wieder zu sich, Gott hat ihm wortwörtlich das Leben gerettet. (Später bezeugte er, dass er die Gebete der anderen nicht gehört habe, sondern nur beim Zungengebet bzw. dem Namen JESUS reagiert habe.)
Dieser Kampf um sein Leben wiederholte sich später noch zweimal, doch wir erfuhren hier die Realität des Wortes Gottes: Wenn ihr mich anruft in der Not, so will ich euch erhören (Psalm 58, 15).
Amen.

Gott segne euch,


Sarah Overmeyer

Sigrid Overmeyer

Sarah.Overmeyer(at)gmx.de

 
04.03.2006 21:54
Jesus befreit

Ich bin eine Frau von 44 Jahren und meine Magersucht, in die ich mich mit 19 Jahren in rückhaltsloser Geschwindigkeit hinein entwickelte, bestimmte die nächsten 23 Jahre meines Lebens.

Da ich bei meiner Körpergröße von 1.76 cm mich auf 41 Kilo reduziert hatte, war die erste stationäre Psychotherapie angesagt, die 6 Monate dauerte und außer einer geringen Gewichtszunahme und analysieren unser Familienstrukturen nicht viel Veränderung brachte.

Mit 20 Jahren wurde ich Christ und Jesus wirkte viel Veränderung in meiner Persönlichkeit, auch Sucht "sehnsucht" bsp. gelegentliches Marihuana bzw. Shit rauchen, durfte er mir absolut nehmen, doch über mein Gewicht und Essen blieb ich der Chef.

So folgten noch zwei stationäre Psychotherapien, ambulant wurde ich Dauergast (Psychoanalyse), doch meine Suchtkarriere nahm weiterhin ihren Lauf. Im Laufe der Jahre durchlief ich sämtliche Variationen von Essstörungen, von der klassischen Magersucht (hungern um jeden Preis, koste es auch das Leben!!) bis zur Bulimie. So verlor ich im Laufe der vielen Jahre jedes Gefühl für normales Essen, die vielen psychosozialen Einschränkungen und die mittlerweile auch körperlichen Schäden nahm ich als unliebsame Begleiter hin.

Meine Ursprungs- wie auch eigene Familie hatten keine Perspektive oder Hoffnung auf eine Veränderung, ich bewies ja täglich meine Auslieferung an die Sucht. Ich hätte wahrscheinlich selbst gelacht, wenn noch jemand an "mich" geglaubt hätte, denn dieses Verhalten war so eingebrannt in meine ganze Persönlichkeit , da konnte nur noch ein anderer befreien. Und dieser tiefe Glaube und das Festhalten, dass Gott Wunder wirken kann, Jesus der Befreier ist, hat mich über all die Jahre hindurch getragen, um an mir nicht zu zerbrechen.

Ich wusste zwar nicht ob ich eine Befreiung noch erleben würde, doch aus eigener Kraft unternahm ich nichts mehr und sehnte mich nach Gottes eingreifen.

Ein enger Freund, selbst Psychotherapeut, war mit meiner "Lösung" nie richtig einverstanden, da er meinen Glauben und Vertrauen in Gottes Möglichkeiten zwar schätzte aber meine Eigeninitiative vermisste. Doch das diese mir nicht weiterhalf, wusste ich eben und deshalb hatte ich sie aufgegeben. Damit lebte ich einige Jahre, bis am 03.10.03 das fast Unmögliche geschah. Ich schrieb zwei Tage danach das Erlebnis auf und gebe es jetzt direkt so wieder:

Wie immer stand ich nachts ca. 1.00 Uhr vor der mir so verhasst, vertrauten Kloschüssel um mich auszukotzen. Es klappte nicht gut und ich wurde zunehmend hilfloser aber nicht aggressiver, wie ich es sonst von mir kannte. Ich begann mit Jesus zu reden, ein selbstsüchtiges Gebet, nämlich mir bitte beim Kotzen zu helfen.

Die Vorstellung nicht zum "Ende" bzw. den zuerst gegessen Nahrungsmitteln zu gelangen, war für mich nie akzeptabel gewesen, da wollte ich auch keine Alternative annehmen. Das kam überhaupt nicht in Frage. Ich hatte immer erst Ruhe bei dem körperlichen Empfinden jetzt geht nichts mehr raus, ich beendete das Erbrechen lieber blutend, als wegen verfrühter körperlicher Schlappheit aufzugeben. Weniger die Angst vor Gewichtszunahme ließ mich so starr sein, sondern Gewohnheit und mein festgelegter Wille, der die Situation bestimmte und absolut keine Veränderung wollte.

Doch in dieser Nacht wurde es anders. Jesus war im Badezimmer, er stand hinter mir. Aber nicht um mir die Situation zu erleichtern, sondern um mich zu sich zu drehen, weinend auf die Knie zu bringen und mir zu sagen: "Du hast jetzt deine Chance, vielleicht nur noch einmal, genau "jetzt". Gehe darauf ein, ich befreie dich, du kannst mir vertrauen. Ein starker innerer Kampf tobte, eigener Wille contra Jesu Angebot mich aus dieser Sünde/Sucht wegzuwenden und sein Freiheitsangebot anzunehmen. Hätte ein Mensch diesen Schritt von mir verlangt, wäre ich absolut überfordert gewesen, doch Jesus redete klar in meinem Herzen und ich wusste mit zunehmender Deutlichkeit, jetzt und genau jetzt, ist die Kraft da, loszulassen, Jesus will jetzt Wirken.

Ich hörte zu kotzen auf, ging auf die Knie und kapitulierte weinend vor dem Herrn. Ich bekannte meine sündige Gewohnheit, sowie meine Angst und Unvermögen es alleine zu schaffen und machte einen "Deal" mit Jesus: ich höre jetzt auf und gebe mich dir neu hin aber halte du mich fest und lebe du durch mich ein cleanes Leben. Ich erwarte den Sieg über die Anfechtung von Dir.

Frieden und tiefe Ruhe erfüllten mich, und ich spürte, jetzt sind die Fesseln durchtrennt und ich bin in die offenen Arme Jesu hineingelaufen. Noch nie zuvor war dies möglich gewesen, mich mit "unausgekotztem" Magen in`s Bett zu legen. Ergebnis: ich schlief einen gesegneten Schlaf bis zum nächsten Morgen (eigentlich das nächste Wunder).

Mittlerweile sind 2 Jahre vergangen und ich hatte nicht einen Tag mit Anfechtungen oder Rückfallsgedanken zu kämpfen; Jesus hat mich in meinen Gedanken und diesen mörderischen "Fressverlangen" so gereinigt und befreit, es ist als ob ich das nie gelebt hätte. Nur meine Vergangenheit, die lässt mich noch wissen, was ich angerichtet hatte, wieviel kostbare Zeit (mind. 4 Stunden Fressorgie jeden Abend) und Geld ich verprasst habe.

So lebe ich jeden Tag aus Gnade, Dankbarkeit und Erstaunen, was Gott tun kann, es gibt für ihn wirklich keine hoffnungslosen Menschen, denn das war ich nach 23 Jahren Sucht wirklich geworden.

Gottes Worte: "Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig" sowie "Der in euch angefangen hat das gute Werk des Glaubens, der wird es auch vollenden" sind mir zu inneren Haltegurten geworden.

Ich glaube an Wunder, denn ich bin selbst eines und hoffe, dass durch mein Zeugnis Menschen, die am Untergehen sind, Hoffnung und Vertrauen auf Jesus setzen und Lebensveränderung erfahren dürfen.

Vielen Dank fürs Zuhören,

Shalom, Sigrid Overmeyer

Oliver

vhoerschelmann(at)freenet.de

 
31.01.2005 20:50
So habe Ich zum Glauben an Gott gefunden

Hallo ich bin Oliver und möchte euch hiermit berichten, wie ich zum Glauben an Gott und Jesus gefunden habe.

Ich habe, wie so viele Menschen in dieser Region, das erste mal von Gott und Jesus Christus im Religions- und Konfirmandenunterricht gehört. Aber diese Erfahrungen haben mein Herz nicht so berührt, dass ich von diesem Zeitpunkt an bereit war meinen Lebensweg mit Jesus zu gehen!

Nach dem Tod meiner Eltern konnte selbst der damalige Pastor aus der örtlichen Gemeinde mich nicht dazu bewegen, dies zu tun! Ich ging meine eigenen Wege, erfüllte mir nebenbei noch einen Jugendtraum und fing an Schlagzeug zu spielen! So lernte ich Menschen kennen, mit denen ich Musik machte, Partys feierte und die mein Interesse an Astrologie, Esoterik und Ähnlichen erweckten!

Diese Mischung aus Irrglauben, düsterer Musik, Drogen und Alkohol führten mich zu einem vorläufigen Tiefpunkt in meinem Leben! Und eine dumme Angewohnheit beim Computerspielen bewirkte, dass dies noch schlimmer wurde! Ich hatte mir den Nerv im linken Ellenbogen verletzt, so dass zwei Finger in der linken Hand taub wurden und ich kein Schlagzeug mehr spielen konnte!

Im Cafe vom Jugendzentrum B´58 lernte ich Stego kennen. Ich kam mit ihm ins Gespräch und erzählte ihm von meinem Problem und er erzählte mir von seinem Glauben an Gott ! Er fragte mich daraufhin, ob er für mich beten könne. Ich sagte: „Ja mach doch!“ und er betete für mich. Tage darauf verschwand die Taubheit aus meinen Fingern. Ich empfand es als ein Wunder, da ich mit dieser gesundheitlichen Angelegenheit schon etliche Wochen in ärztlicher Behandlung war und sich dabei kaum Fortschritte ergaben. Auch esoterische Selbstversuche brachten nicht den erwünschten Erfolg!

Dieses Ereignis regte mich zum Nachdenken an und weitere Gespräche mit Stego und einem anderen Christen, den ich durchs Musik machen schon länger kannte, veranlassten mich, Gottesdienste der Friedenskirche zu besuchen, in der Bibel zu lesen und zu beten.

Nebenbei besuchte ich die Selbsthilfegruppe „NEUES LAND“ zum Erfahrungsaustausch mit Mitbetroffenen, wo ich Gott näher kennen lernte. Eines Tages fragte ich Stego was denn das Wort „Baptisten“ bedeuten würde! Er erklärte mir dies, worauf hin ich an einem angebotenen Taufkurs teilnahm. Und ehe ich mich versah, hatte ich mich entschieden, mich taufen zu lassen. Das war am 8. Dezember 2002.

Seitdem habe ich meinen Platz in der Gemeinde gefunden und diene in Lobpreis- und Gebetsteams.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass sich noch viele andere Menschen an meinem Beispiel orientieren und auch zu Gott finden können.

Euer Oliver.


 Hoch